Aktienrückkauf

Aufmerksame Leser der sogenannten „Directors‘ Dealings“-Meldungen haben es wohl schon bemerkt: ich habe über meine MSC Invest GmbH ein paar DEFAMA-Aktien gekauft, von denen ich ja schon eine ganz ordentliche Position halte und im Herbst letzten Jahres zur privaten Vermögens-Diversifikation einige im Zuge einer Umplatzierung an institutionelle Investoren abgegeben hatte.

Hintergrund für diesen „Aktienrückkauf“ ist die (teilweise) Wiederanlage der erhaltenen Dividende. Dass ich dazu ausgerechnet DEFAMA-Aktien kaufe, liegt natürlich einerseits daran, dass ich die Firma recht gut kenne 😉 und andererseits daran, dass ich bei der damaligen Umplatzierung mehr Stücke abgegeben hatte als eigentlich geplant, um die starke Nachfrage zumindest teilweise befriedrigen zu können.

Dank der Regularien der Marktmissbrauchsverordnung (MAR) sind die entsprechenden Käufe nicht nur meldepflichtig, überdies sind auch die Zeitfenster für Eigengeschäfte von Führungspersonen (so die korrekte Bezeichnung für das, was jeder „Insiderkäufe“ nennt) eingeschränkt. Zudem sollte man sich auch tunlichst bemühen, durch Transaktionen in der eigenen Aktie den Börsenkurs nicht zu beeinflussen. Das BaFin kennt hier keinen Spaß, wie man hört.

Entsprechend vorsichtig und kleinteilig gehe ich bei meinen Käufen zuwerke, auch wenn es naürlich bequemer wäre, die gewünschte Gesamtstückzahl mal eben schnell an einem Tag unter Inkaufnahme eines kleinen Kursanstiegs zu erwerben. Und da Ende Juli/Anfang August die Halbjahreszahlen anstehen, vor deren Publikation Insiderkäufe 30 Tage lang untersagt sind, lasse ich meine Orders sicherheitshalber maximal bis Ende dieser Woche im Markt. Man will ja nix falsch machen.

Falls ich meine Dividende bis zum Ende der Sperrfrist nicht anderweitig angelegt habe, kann ich danach ja eventuell noch ein paar weitere Stücke kaufen. Wobei das kurz vor und vor allem in den Tagen nach der Roadshow am 8.8. in London möglicherweise auch nicht opportun ist; man will als Vorstand ja nicht in Kauf-Konkurrenz zu den institutionellen Gesprächspartnern treten. Und dann taucht auch schon wieder die Sperrfrist vor den Neun-Monats-Zahlen am Horizont auf. Oder womöglich zwischendurch irgendein potenzieller Adhoc-Tatbestand, vor dem man natürlich auch nicht kaufen darf. Und wenn die Börsenumsätze in der falschen Phase sehr klein sind, könnten Käufe wiederum zu starke Kursauswirkungen haben, also auch besser lassen…

Wie ihr seht, ist es ganz erstaunlich kompliziert, ein paar Aktien der eigenen Firma zu kaufen. Man möge mir also verzeihen, wenn ich nicht jede einzelne DD-Meldung oder deren phasenweises Ausbleiben ausführlich begründe.

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Über kungler

Finanzanalyst, Immobilienhai und Unternehmer mit Idealen.
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Eine Antwort zu Aktienrückkauf

  1. fivealive schreibt:

    Hat dies auf five-alive rebloggt.

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