Lehrgeld

Ich war heute zum ersten Mal bei einer Zwangsversteigerung, um ein kleines Einkaufszentrum zu kaufen – das wir natürlich vorher intensiv prüften und uns eine klare interne Obergrenze steckten, wie hoch wir dafür bieten könnten.

Leider gab ein privater Käufer ein um volle 100.000 Euro über unserem Limit liegendes Gebot ab und erhielt dafür den Zuschlag. Ein prominenter Ex-Immobilienkonzernchef bot übrigens ebenfalls mit – und hatte sich, wie wir im Gespräch danach feststellten, exakt das gleiche Limit wie wir gesteckt. Offenbar war unser Bewertungsansatz also nicht ganz verkehrt.

Unterm Strich verbleibt aus dem Termin somit für mich eine Reihe neuer persönlicher Kontakte (und über diese wiederum zwei weitere mögliche Kaufobjekte) sowie eine lehrreiche Erfahrung für mich. Die wiederum hat uns außer der investierten Zeit und den Gebühren für den als Sicherheitsleistung bereitgehaltenen Bundesbankscheck immerhin nicht wirklich Lehrgeld gekostet.

Unklar ist allerdings, ob das für den erfolgreichen Bieter gilt, der auf etliche Anwesende einen schlecht vorbereiteten, in Sachen Handelsimmobilien eher unerfahrenen und über das Objekt nicht allzu informierten Eindruck machte. Möglicherweise wird er – konfrontiert mit den Herausforderungen, die das Bietobjekt bereithält – noch zur Erkenntnis kommen, dass die besten Geschäfte manchmal die sind, die man anderen überlässt.

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Über kungler

Finanzanalyst, Immobilienhai und Unternehmer mit Idealen.
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