Warum ich meinen Vorstandsvertrag bei GSC auslaufen lasse

Ich möchte an dieser Stelle einen Auszug aus dem heutigen Aktionärsbrief von GSC etwas näher erläutern. Darin stand unter anderem: „Herr Schrade hat dem Aufsichtsrat mitgeteilt, dass er seinen bis zum Jahresende 2011 laufenden Vorstandsvertrag nicht mehr verlängern möchte. Hintergrund ist, dass er sich künftig verstärkt auf sein politisches Engagement konzentrieren will.“

Um Missverständnissen vorzubeugen: Ein wesentlicher Grund für die Entscheidung, künftig nur noch freiberuflich für GSC (und andere Auftraggeber) zu arbeiten, sind die dadurch ermöglichten flexibleren Arbeitszeiten. Zudem ist es mir dann auch möglich, häufiger öffentlich für die Piratenpartei aufzutreten, was ich bisher bewusst weitgehend vermieden habe.

Ich bin mir jedoch darüber im Klaren, dass es b.a.w. nicht möglich sein wird, von Parteiarbeit zu leben – dafür fehlen uns schlicht die finanziellen Mittel. Entsprechend werde ich mir auch künftig als Analyst, Redakteur, Anlageberater o.ä. meine Brötchen verdienen.

Und weil auf Twitter prompt gleich die Rede von „der @kungler plant eine Bundestagskandidatur“ war:

Ja, ich habe darüber schon einmal nachgedacht (u.a. weil ich mehrfach gefragt wurde – sowohl von Freunden, Piraten als auch Journalisten) und schließe das auch nicht aus.

Nein, ich habe mich noch nicht entschieden und werde das sicher vorläufig auch nicht tun. So etwas entscheidet man in Ruhe, nicht zwischen Tür und Angel – da hängen ja auch ein paar Sachen dran, neben der immensen Verantwortung auch so „Kleinigkeiten“ wie Beziehung und so.

Nein, ich brauche das nicht für mein Ego. In mehr als 12 Jahren als Vorstand eines Unternehmens habe ich gelernt (und sechs Monate im BuVo bestätigen es überdeutlich!), dass es sich vielfach wesentlich einfacher arbeitet, wenn man nicht direkt an der Front steht, sondern in der zweiten Reihe – etwa als rechte Hand eines Abgeordneten.

Im Übrigen ist mir völlig klar, dass die Mitglieder zu entscheiden haben, wen sie als Kandidaten wählen. Und das ist auch gut so.

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Über kungler

Finanzanalyst, Immobilienhai und Unternehmer mit Idealen.
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