Manuskript meiner Rede in #Dings

Weil’s so schön war, der FDP endlich mal in aller Öffentlichkeit auf großer Bühne die Meinung sagen zu können, und natürlich auch der Transparenz halber hier das Manuskript meiner gestrigen Rede für die Kandidatur zum BuVo (es gilt das gesprochene Wort, siehe verlinktes Video).

Ahoi Piraten!

Die meisten von euch kennen mich wohl schon. Warum ich für den Bundesvorstand kandidiere und welche Aufgaben ich dafür sehe, habe ich in meinem Blog unter (siehe ToDo-Liste für den BuVo) ausführlich beschrieben. Das möchte ich hier nicht alles wiederholen. Vielmehr will ich denjenigen, die mich noch nicht so gut kennen erklären, warum ich eigentlich Pirat bin.

Ich bin in Tettnang am Bodensee geboren und lebe seit einem Jahr glücklich verpiratet in Esslingen. Davor wohnte ich gut 10 Jahre lang in und um Düsseldorf. Vor 12 Jahren habe ich zusammen mit zwei Partnern eine Firma gegründet, die ich bis heute leite.

Ich bin also Unternehmer, und unsere Firma macht Börseninformationen. Trotzdem bin ich dieses Wochenende hier – und nicht in Rostock. Warum das, wo ich doch quasi der prototypische FDP’ler bin?

Ich bin Pirat, weil die Piratenpartei die einzige sozial-liberale deutsche Partei ist.

Ich bin Pirat, weil liberale Politik für mich bedeutet, Freiheiten zu schützen und nicht Bürgerrechte zu beschneiden. Und jeder von euch weiß, dass es zwei paar Stiefel sind, was die FDP ins Programm schreibt und was sie tut.

Ich bin Pirat, weil liberale Wirtschaftspolitik für mich heißt, dass man kreative Unternehmer und Selbstständige fördert. Das ist nicht dasselbe wie das Abnicken einer Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke und Steuergeschenke für Hotelketten.

Ich bin Pirat, weil es eine Sauerei ist, dass vom Staat bezahlte Spitzenverdiener behaupten, 5 Euro mehr für Hartz IV-Empfänger seien „spätrömischer Dekadenz“.

Ich bin Pirat, weil die Politik für den Menschen da sein muss und nicht für Konzerne.

Ich bin in Heidenheim statt in Rostock, weil innerparteiliche Demokratie für mich nicht heißt, wie bei der FDP einmal „Reise nach Jerusalem“ zu spielen und das als politischen Neuanfang zu verkaufen.

Ich bin Pirat, weil ich hier im Saal hunderte von Idealisten sehe, denen Meinungsfreiheit und Bürgerrechte wichtig sind. Weil bei den Piraten tausende von Menschen vereint sind, die für ihre Ideale kämpfen. Vor zwei Jahren hatte ich nicht geglaubt, dass es noch so viele davon gibt.

Ich bin Pirat, weil ich einen Spiegel zu Hause habe. Und ich stehe heute hier, weil ich mich darin nicht anschauen könnte, wenn ich meine Fähigkeiten nicht für unsere gemeinsamen Ziele einsetze.

Ich heiße Matthias Schrade, und ich bin stolz darauf, Pirat zu sein!

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Über kungler

Finanzanalyst, Immobilienhai und Unternehmer mit Idealen.
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