Reservefuffi

Ihr kennt das: irgendwann macht man den Geldbeutel auf und merkt, dass nur noch ein paar kleine Scheine übrig sind – die nicht mehr für den Supermarkteinkauf oder die Gasthaus-Rechnung reichen.

Irgendwie hat man mal wieder, ohne es bewusst zu registrieren, den letzten größeren Schein „zerlegt“ und hat nicht umgehend am Geldautomaten „nachgetankt“. Und voilá, eine peinliche Situation. Vor allem, wenn ausgerechnet dieses Lokal keine EC- oder Kreditkarte akzeptiert und man einen Geschäftspartner einladen wollte…

Meine Gegenstrategie seit den ersten zwei, drei Erlebnissen dieser Art deshalb seit vielen Jahren: ein „Reserve-Fuffi“ im Visitenkarten-Etui. Wenn ich den tatsächlich mal anfassen muss, bleibt mir das nachhaltet in Erinnerung – schließlich habe ich kurz zuvor erfolglos in den Geldbeutel gefasst – und ich weiß genau, dass es jetzt wirklich höchste Zeit zum Geld holen ist. Selbst wenn das nicht am gleichen oder nächsten Tag klappt: Vor dem nächsten Bar-Zahl-Termin denke ich definitiv noch an diese Situation und sorge vor.

Gestern war’s mal wieder so weit: Geldbeutel beim Zahlen fast leer, also den gefalteten Reserve-Fünfziger aus dem Visitenkarten-Etui geholt. Worauf mir mein Gegenüber (der kaum 20 km von meinem Elternhaus entfernt aufwuchs) verriet, dass er exakt die gleiche Anti-leerer-Geldbeutel-Strategie betreibt. Und zwar ebenfalls mit einem Reserve-Fuffi, genauso gefaltet wie meiner. Wir haben sehr gelacht.

Ich muss gelegentlich mal recherchieren, ob wir gemeinsame schwäbische Vorfahren haben. Oder macht ihr das auch alle so, und keiner hat’s mir je verraten…?

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:-)

Ein Makler bot mir eben anonymisiert ein Einkaufszentrum zum provisionspflichtigen Kauf an, das ich aufgrund der genannten Mieter, der Jahresnettomiete sowie des Bundeslandes identifizieren kann – und von dem ich weiß, dass es derzeit gar nicht zum Verkauf steht.

Schicke deshalb eine SMS an den Eigentümer:

Mir wurde gerade mal wieder das $EINKAUFSZENTRUM angeboten. Wenn es wirklich kaufbar ist… Sie wissen schon ;)

Er antwortet binnen Sekunden:

:-)

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Kurzhaarfrisur

Bin eben erst auf diesen lesenswerten Artikel der Immobilien-Zeitung über Friseursalons in Fachmarkt- und Einkaufszentren hingewiesen worden, in dem ich auch zitiert werde. Zwar kann ich mich nicht erinnern, im Gespräch mit dem Redakteur meinen Beruf für meine Frisur verantwortlich gemacht zu haben, aber geschmunzelt habe ich an dieser Stelle doch.

Ich möchte aber hiermit festgehalten wissen, dass mein letzter Haarschnitt nicht anlässlich einer Objektbesichtigung zustande kam.

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Postkarte

Hochglanzwerbung und Kataloge von Dienstleistern in der Post gehören zum Alltag. Die entsprechenden Werbeschreiben landen in der Regel ungelesen und – soweit schon am Umschlag als solche erkennbar – meist ungeöffnet im Papierkorb.

Heute hatte ich aber erstmals Werbung in Form einer Postkarte in der Hand, abgesandt von einer mir namentlich nicht bekannten Firma, die sich als DIE SHOPPING CENTER EXPERTEN (in dieser Schreibweise) bezeichnet, mit dem Slogan „TROUBLE…? SHOOTING…!“ wirbt – und ansonsten praktisch nur ihre Kontaktdaten (ohne namentlichen Ansprechpartner) einschließlich Website nennt.

Ich gebe zu: Diese ungewöhnlich minimalistische Art der Kontaktaufnahme hat mich immerhin neugierig genug gemacht, dass ich die Internetseite tatsächlich mal kurz aufrief. Mit Betonung auf kurz.

Denn, liebe SHOPPING CENTER EXPERTEN: dass ihr per Postkarte mit praktisch null Informationen auf euch aufmerksam macht – durchaus clever. Aber eine Website, die weder ein Team noch konkrete Referenzkunden oder -projekte (begründet mit „Diskretion“) nennt und stattdessen nur viele warme Worte präsentiert, wirkt bloß wie eine um Phrasen erweiterte Version der Postkarte.

Dann eben doch ab in Ablage P.

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Schnäppchen

Makleranruf: „Ich hab da ein Objekt in einer Kleinstadt in Sachsen für Sie, da geht EDEKA zwar in neun Monaten raus, aber wenn Sie das zum 9- oder 10-fachen der Jahresmiete kaufen und dann einen neuen Hauptmieter finden, ist das doch ein Schnäppchen!“

Ich habe den Herrn dann mal freundlich auf unsere letzten drei Objektkäufe hingewiesen, bei denen wir jeweils maximal das 8,5-fache bezahlt haben. Und das, obwohl die Verträge der dortigen Hauptmieter NETTO, NORMA und REWE jeweils noch etliche Jahre laufen.

War wohl eine andere Definition von Schnäppchen.

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