Kaufpreisreduzierung

Maklermail:

„Nach intensiven Verhandlungen sowie sachkundiger Verkaufsberatung konnten wir den Eigentümer […] bewegen, den ursprünglichen Kaufpreis in Höhe von 1.775.000 Euro zu überdenken. Wir freuen uns, Ihnen für die Immobilie einem neuen Kaufpreis in Höhe von 1.700.000 Euro zu benennen.“

Ich habe den Makler darauf hingewiesen, dass wir uns vor gut zwei Jahren mit dem Eigentümer eigentlich schon auf einen Kaufpreis von 680.000 Euro (sic!) geeinigt hatten – nur kam es in der Folge nie zu einem Kaufvertragsabschluss. Offensichtlich geisterten dem Verkäufer seine illusorischen Preisvorstellungen selbst nach der Einigung weiter im Kopf herum.

Zwar sind in das Objekt seither 200.000 Euro investiert worden, wohl in Form eines Baukostenzuschusses an den Hauptmieter. Aber selbst wenn man diese Summe 1:1 einbezieht (was kein Profi tun würde), ist es heute nicht das Doppelte wert.

Übrigens war das nun schon ungefähr der fünfte Makler, der uns das Objekt angeboten hat. Also in den letzten Monaten. Vor zwei Jahren war es ein anderer. Und bei ImmoScout war das Objekt auch schon drin. Und und und. Aber hey, wer weiß – man kann ja immer darauf spekulieren, irgendeinen Ahnungslosen zu finden, der ausgerechnet in einem Mini-Ort tief im Osten ein überteuertes kleines Einkaufszentrum kaufen will 🙂

 

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0,36

Aus den Unterlagen zur Prüfung eines Objektes:

„Anbei der Übernahmeprotokoll mit dem heute vor Ort gemeinsam überprüften Aufmaß. Nach der Neuberechnung der Fläche ergibt sich jetzt eine Verkaufsfläche von 479,64 m2. Das sind 0,36 m2 weniger als die im Mietvertrag geforderten 480,00 m2 Mindestverkaufsfläche. Somit verringert sich der Mietpreis monatlich um 250,00 € netto.“

Also stattliche 3.000 Euro pro Jahr. Oder anders ausgedrückt: Dank eines Mindermaßes von 0,36 m2 – das entspricht der Fläche von drei Blättern DIN A4 – konnte der Mieter eine Mietminderung von 7% geltend machen.

Da hätte sich’s vielleicht gelohnt, schmalere Sockelleisten in einem Raum zu nehmen oder die Wandfarbe dünner aufzutragen oder sonst etwas, das die fehlenden Zentimeter für das Aufmaß gerade noch so bescheren könnte.

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Sonderdividende

Mail eines Aktionärs in Reaktion auf unsere Quartalszahlen:

„Moin, moin und danke für die Infos. Falls Sie keine Verwendung für den Cashbestand haben, würde ich mich über eine Sonder-Dividende freuen.“

Ist es sehr gemein, dass mir da spontan ein Zitat von Carl Fürstenberg einfällt…?

Abgesehen davon haben wir ja durchaus Verwendung für den Cashbestand, gibt ja noch viele ungekaufte Einkaufszentren da draußen. Und immerhin 20 Cent Dividende gibt’s nach der Hauptversammlung in zwei Monaten schließlich ohnehin.

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Verwahrentgelt

Die Strafzinsen sind nun auch bei uns angekommen. Aus dem Schreiben einer Bank:

„Ab dem 01.03.2017 werden alle Guthabenbeträge über 100.000,00 EUR hinaus auf dem Konto mit einem Verwahrentgelt von -0,40 % p. a. bepreist und monatlich abgerechnet.“

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Schraube

Aus der Kategorie „amüsante Mängel-Meldungen“ heute die Antwort meines Kollegen auf eine solche:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihre Meldung mit obiger Bearbeitungsnummer haben wir heute erhalten und zur Kenntnis genommen.

Warum wir, um eine Schraube an einer Tür einer Einbauküche festzuziehen, extra einen Handwerker beauftragen sollen und dies nicht durch die Personen vor Ort erledigt werden kann, ergibt sich uns nicht. Davon abgesehen ist im Mietvertrag, §7 (1) vereinbart, dass „der Mieter die Durchführung von Kleinreparaturen“ übernimmt.

Wir möchten Sie also bitten, den Mangel selbst von einem fachkundigen Handwerker beheben zu lassen und künftig von derartigen Meldungen abzusehen.

mit freundlichen Grüßen

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